SEO für Blogs

Suchmaschinenoptimierung für Blogger  

Wer sich im Web bewegt, eine eigene Webseite betreibt und damit erfolgreich sein möchte, steht nach kurzer Zeit vor dem großen Thema der Suchmaschinenoptimierung. So geht es auch uns Bloggern, daher möchte ich dir in diesem Beitrag Maßnahmen für die Suchmaschinenoptimierung deines Blogs zeigen.

Du kennst das, du hast einen neuen Beitrag verfasst aber Besucher von Suchmaschinen bleiben aus. Es gibt zwar kein „Allheilmittel“ um bei den Suchmaschinen öfter oder weiter vorne angezeigt zu werden, aber du kannst mit der Suchmaschinenoptimierung deines Blogs einige Hebel in Bewegung setzen.

Bei der Suchmaschinenoptimierung für deinen Blog geht es im wesentlichen darum, deinen Blog technisch, strukturell und inhaltlich zu optimieren, diese Arbeit nennt man OnPage-Optimierung. Anschließend kannst du dich darum kümmern, dass dein Blog auch „von außen“ optimiert ist und leichter gefunden wird, hier lautet der Begriff OffPage-Optimierung. Dabei geht es unter anderem darum, das andere Websites auf dich verweisen und Einflüsse „von außen“ auf deinen Blog aufmerksam machen.

In diesem Beitrag möchte ich dir zeigen, wie du einfache On- und OffPage-Maßnahmen ergreifen kannst und so mit mehreren kleinen Schritten deinen Blog optimierst. Viele der Maßnahmen lassen sich auch auf andere Webseiten beziehen und sollten zu Beginn jeder SEO-Optimierung durchgearbeitet werden.

Technik, Blog Struktur und sprechende URLs

Als erstes möchte ich dir erklären, was es mit  „sprechenden URLs“ und der Struktur deines Blogs auf sich hat. Es ist ein technischer Aspekt, der nach der Optimierung den Suchmaschinen helfen kann, deinen Blog besser zu verstehen und die Inhalte deines Blogs besser zu deuten.

Diese Maßnahmen sind für jede Webseiten eine absolut wichtige Optimierungs-Aufgabe. Nicht nur die Suchmaschine, auch der User, sollten sich immer problemlos auf deiner Seite zurechtfinden.

Die Struktur deines Blogs

SEO Blog Struktur

Bei der Struktur deines Blogs solltest du dir den Aufbau gut Überlegen, versuche eine Hierarchische Struktur abzubilden in denen die passenden Themen deiner Beiträge einer passenden Kategorie deines Blogs zugeordnet sind.

Diese Arbeit sorgt dafür, dass die Suchmaschine deinen Blog besser verstehen kann. Zudem ist eine unübersichtliche Struktur auch nicht gut für die Nutzererfahrung. Wenn der Nutzer sich nicht zurechtfindet, schafft es die Suchmaschine vermutlich auch nicht.

Sprechende URLs

SEO sprechende URLs

Bevor wir uns an die Inhaltliche Optimierung deines Blogs machen, sollten wir uns noch kurz über den Aufbau deiner URLs unterhalten.

Die Suchmaschinen verstehen, neben dem Inhalt, auch die Worte in deinen URLs. Ein „Keyword“ in der URL, welches zum Inhalt deines Beitrages passt, gibt dem Beitrag eine höhere Relevanz. Daher sollten deine URLs gut lesbar sein.

Nehmen wir an du schreibst einen Beitrag über die besten Schokoladenosterhasen. Falls dieser Beitrag bei dir jetzt „deinblog.de/b1.html“ heißen sollte oder eine ähnliche kryptische Beschreibung hast, solltest du deine URLs noch einmal überarbeiten. Ein guter Titel und eine sprechende URL sähe beispielsweise so aus: „deinblog.de/die-besten-schokoladenosterhasen.html“.

Ladezeiten deines Blogs

Gerade wenn du ein Content-Management-System wie WordPress für deinen Blog verwendest, greifst du sicher hin und wieder auf Plugins zurück um deinen Blog mit neuen Funktionen zu erweitern.

Leider kann es bei der Verwendung vieler Plugins zu Einbußen deiner Seiten-Ladezeit kommen. Es werden vielleicht zusätzliche Javascript und CSS-Dateien geladen, die deine Seite verlangsamen. Versuche zu viele externe Inhalte zu vermeiden und CSS und Javascript-Dateien gegebenenfalls zusammenzufassen.

Viele Faktoren können bei der Ladezeit eine Rolle spielen. Versuche große Bilder zu komprimieren, verzichte auf „Frames“ und das einbinden fremder Inhalte – sofern möglich. Weitere Informationen findest du im PageSpeed-Test von Google: Google PageSpeed

Eine Sitemap für deinen Blog

Damit die Suchmaschinen jede deiner Blog-Unterseiten kennen und erfahren welche Sie aufnehmen oder auch nicht aufnehmen sollen, empfehle ich dir eine Sitemap für deinen Blog zu erstellen. Diese Aufgabe können Plugins für dich erledigen.

Anschließend kannst du die Suchmaschinen über deine Sitemap informieren, entweder direkt über das Plugin, oder in dem du Sie beispielsweise direkt in den Suchmaschinen hinterlegst.

Bei Google findest du diese Möglichkeit in den Google Webmaster Tools.

Inhaltliche SEO-Optimierung deines Blogs

Wer sich mit Suchmaschinenoptimierung schon ein wenig beschäftigt hat stöhnt jetzt vermutlich schon. Oh nein – schon wieder ein Beitrag über „Content“.

Nein, ich möchte euch hier nicht auf die Inhalte eurer Webseite aufmerksam machen und dir die Grundsätze vom „Content“ und „Mehrwert für den Nutzer“ aufs Auge drücken. Natürlich solltest du dich aber auch beim Schreiben deiner Texte schon mit Suchmaschinenfreundlichen schreibweisen und Keywords auseinandersetzen.

Ich gehe auf die technischen Aspekte deines Inhalts ein und empfehle dir bei deinen Beiträgen auf folgendes zu achten.

Die Überschriften und der H1-Tag

SEO Blog Überschriften

Der Aufbau deines Beitrages sollte strukturiert sein. Verwende Überschriften Tags in strukturierter Reihenfolge und bringe nach Möglichkeit Keywords in deine Überschriften ein.

Beachte dabei das du die H1-Überschrift, die im besten Fall aus deinem Beitrags-Titel besteht, nur ein einziges mal verwendest. Für Unter-Überschriften verwendest du anschließend die H2-H6-Tags.

Vermeide doppelte Inhalte (Duplicate Content)

Deine Texte sollten einzigartig sein und nicht auf mehreren Seiten vorhanden sein, weder auf deiner eigenen, noch auf anderen Webseiten. Duplicate Content, also doppelter Inhalt, kann dein Ranking stark negativ beeinflussen.

Doppelte Textblöcke, die auf allen Seiten vorhanden sind oder immer wieder die Verwendung der genau gleichen Keywords für mehrere Unterseiten deines Blogs, solltest du vermeiden. Stehen die Beiträge aufgrund ähnlicher Keywords in Konkurrenz zueinander, solltest du vielleicht nach anderen Variationen des Keywords suchen.

Keywords und Meta-Angaben

Du weist bereits wie du Keywords in deinen Seiten verwendest und wie du herausfindest welche Keywords relevant sind? – Super! Falls du nicht weißt wie du wichtige Keywords herausfindest solltest du dich über SEO optimierte Texte informieren und wie diese aufbaut werden.

Achte darauf das deine Keywords nach Möglichkeit im Titel, in der Meta-Beschreibung (Meta-Description) und im Text vorkommen. Diese Optimierung kann dir dabei helfen, deinem Beitrag eine höhere Relevanz für das Keyword zu verschaffen.

Die Meta-Angaben sind sehr wichtig. Im Idealfall erstellst du für jeden Beitrag einen eigenen Meta-title und eine eigene Meta-Beschreibungen.

Zu lange Meta-Beschreibungen können in den Suchergebnissen nicht korrekt angezeigt werden. Um sicher zu gehen verwendest du am besten ein SERP-Preview Tool. Die SERP-Preview Tools zeigen dir eine direkte Vorschau deines Suchergebnisses mit deinen Meta-Angaben.

Und erneut verwendest du anschließend die wichtigsten Keywords sowohl im Meta-Titel wie auch in der Meta-Beschreibung.

Alt-Tags und sinnvolle Namen für Bilder

Auch die Bilder können für die Suchmaschinen interessant sein. Als erstes solltest du darauf achten, dass deine Bilder einen logischen Namen haben. Benenne dein Bild logisch nach seinem Inhalt. Als Beispiel nehmen wir eine Blume, anstatt dieses Bild mit dem Namen „Bild_1.jpg“ einzubinden, nutze einen Namen wie „rote_rose_nahaufnahme.jpg“.

Sobald du ein Bild in deinem Beitrag eingebunden hast, solltest du es mit einem „Alt-Tag“ und mit einem „Title-Tag“ versehen. Der Alt-Tag erscheint, wenn dein Bild nicht angezeigt werden kann und sollte ebenfalls eine Beschreibung des Bildes (idealerweise mit Keyword) sein. Der Title-Tag erscheint beim „Hovern“ des Bildes.

Mach deinen Blog Mobil mit Accelerated Mobile Pages

Mit dem quelloffenen Framework Accelerated Mobile Pages (Kurz: AMP) kann die Ladezeit auf mobilen Geräten enorm optimiert werden. Der HTML-Quellcode wird auf das wesentlich reduziert und entsprechend angepasst.

Für diverse CMS gibt es schon Anleitung zum anpassen des eigenen Designs. Wem das zu kompliziert oder wer auf eine Funktionen nicht verzichten kann, kann auf Plugins zurückgreifen.

Mehr über die Auswirkungen von Accelerated Mobile Pages, die Wirkung bei der Suchmaschinenoptimierung und der Rankings sowie technische Informationen findest du im Netz oder direkt auf der Projektseite https://www.ampproject.org/de/.

Interne Verlinkungen

Interne Verlinkungen zwischen deinen Beiträgen sind ebenfalls sehr empfehlenswert, dabei solltest du darauf achten, dass das Thema der Zielseite zum aktuellen Beitrags-Thema passt. Der Linktext der internen Verlinkungen sollte ebenfalls Themenrelevant und sinnvoll sein, verwende beispielsweise ein passendes Keyword.

Falls du mehrere Versionen einer Seite oder viele Ähnliche Kategorie- oder andere Beitrags-Seiten hast, die sich inhaltlich nicht absetzen können, verweise mithilfe eines Canoncial-Tags auf die Standardressource.

Auf interne Weiterleitungen solltest du möglichst verzichten, es sei denn einzelne Seiten sind umgezogen oder nicht mehr vorhanden.

Blog OffPage Optimierung

Bei der OffPage-Optimierung geht es darum Einflüsse „von außen“ zu provozieren – Beispielsweise wenn ein User deinen Beitrag teilt oder ein befreundeter Blogger auf dich verlinkt.

Backlinks aufbauen und Blog-Verzeichnisse nutzen

Beim Backlinkaufbau geht es darum einen Verweis von anderen Webseiten auf deinen Blog zu erhalten. Für die Suchmaschinenoptimierung deines Blogs, solltest du dir den Backlinkaufbau weit oben auf deine SEO-ToDo-Liste setzen.

Als Blogger hast du gute Karten hier und da einen Backlink zu kassieren. Neben Kommentaren in anderen Blogs in denen du auf ein Thema reagierst und ganz nebenbei einen Link zu deinem Blog setzen kannst können dir auch Blogverzeichnisse beim Backlinkaufbau helfen.

Gastbeiträge mit Bloggern aus deiner Nische, Webverzeichnisse, RSS-Feeds und weitere Maßnahmen können die helfen die Links für deinen Blog aufzubauen.

Social Signals für deinen Blog

Als „Social Signals“ bezeichnet man die Einflüsse aus den sozialen Netzwerken. Eine Erwähnung auf Facebook, viele Fans bei Twitter oder auch die geteilten Inhalte deiner User können einen starken Einfluss auf die Suchmaschine haben.

Als kleiner Blogger hat man es nicht immer leicht mehrere Netzwerke zu betreuen und auf Kommentare oder Aussagen zu reagieren. Daher empfehle ich „Betreue lieber ein Netzwerk gut, als fünf Netzwerke schlecht“.

Überlege dir welches Netzwerk die meisten Nutzer deiner Zielgruppe beherbergt und erstelle dir ein Profil. Mit Plugins hast du die Möglichkeit, neu verfasste Inhalte deines Blogs, automatisch zu teilen.

Damit die User deine Beiträge Ihren Freunden empfehlen können, solltest du eine Teilfunktion (Sharing) in deinen Blog integrieren.

Weitere OffPage-SEO-Maßnahmen

Der Backlinkaufbau, Networking und Social Signals kann in viele kleine Themen eingegliedert werden. Ich möchte das Thema hier für dich nicht unnötig aufblasen.

Wichtig ist, dass du dich darauf konzentrierst Links von anderen Webseiten zu erhalten. Doch vermeide Spam oder das kaufen von Backlinks, dies hat im schlimmsten Fall einen stark negativen Effekt.

Was ist mit den Tag-Seiten?

Hierzu gibt es im Netz viele unterschiedliche Meinungen. Während ich auf manchen Blogs gar keine Tags verwende und auf anderen sehr viele, habe ich einige Erfahrungen sammeln können.

Die Schlagwort-Seiten können definitiv Sinn machen – wenn man sie richtig verwendet. Suche dir sinnvolle und beschreibe Wörter aus, wenn du Tags verwendest und übertreibe es nicht.

Ich glaube das wichtigste an den Seiten mit den Schlagworten ist, dass diese nicht nahezu leer sind. Google wertet wie auf jeder anderen Seite auch, den Inhalt. Daher solltest du versuchen deine Beiträge in die entsprechenden Schlagworte untergliedern zu können.

Meine Empfehlung: 

  • Suche dir ein passendes Keyword als Schlagwort für deinen Beitrag aus
  • Verwende nur wenige (1-2), dafür aber aussagekräftige Tags für jeden Beitrag
  • Verwende die Tags wiederholt, damit die Tag-Seiten nicht leer bleiben
  • Verwende keine Allgemeinen Begriffe, sondern spezifische Keywords

Weitere Maßnahmen zur SEO Optimierung deines Blogs

Es gibt viele weitere Maßnahmen die das Ranking deines Blogs beeinflussen können. Immer wieder liest man von über 200 Ranking Faktoren die die Suchmaschine beeinflussen (die einen mehr, die anderen weniger).

Ich denke wenn man mit seiner OnPage-Optimierung weit vorne ist und sich regelmäßig auf den Backlinkaufbau konzentriert, ist man sehr gut aufgestellt. Erfahrungen und Tipps zur Suchmaschinenoptimierung findet man viele im Netz, für eine langfristige Optimierung und einer besseren Übersicht sollte man auf SEO-Tools wie seobility zurückgreifen. So hat man eine gute Übersicht und findet weitere Optimierungsmöglichkeiten.

Und wie geht’s weiter?

Die Arbeit ist nie vorbei. Deinen Blog optimieren ist ein ständiger Prozess, der immer im Auge behalten werden sollte.

Ich hoffe ich konnte euch mit diesen kleinen OnPage-Maßnahmen einen kleinen Einblick in die Arbeit der Suchmaschinenoptimierung für Blogs geben und wünsche euch viel Erfolg und gute Rankings!

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